Interior ReDesign
Ein neuer Anfang zu dritt
Damen-WG Ü60 · Norddeutschland · Bestandsmöbel & Farbgestaltung

DAS PROJEKT
Drei Frauen. Drei Jahrzehnte Freundschaft. Und der Mut, im sechsten Lebensjahrzehnt noch einmal ganz neu anzufangen – gemeinsam, mit dem, was das Leben ihnen mitgegeben hat.
DIE BEWOHNERINNEN
Hannelore, Renate und Brigitte
Alle drei über 60, alle ihr Leben lang im sozialen Bereich tätig. Hannelore in der Flüchtlingshilfe, Renate in einem Kinderheim, Brigitte in einer Behinderteneinrichtung. Kennengelernt haben sie sich vor über 30 Jahren in der Ausbildung.
Schon damals haben sie sich geschworen: Wenn wir alt werden, ziehen wir zusammen. Damit sie sich gegenseitig stützen können. Dass dieser Moment irgendwann kommen würde, war immer klar – dass er so schwer würde, haben sie vielleicht nicht ganz erwartet.


DIE GESCHICHTE DAHINTER
Was sie mitbringen – und was sie zurücklassen mussten
Hannelore hat ihr Haus verkauft. Nicht aus Zwang, sondern aus einer tiefen Erschöpfung gegenüber allem, was ein Eigenheim mit sich bringt: Reparaturen, Verantwortung, das ständige Kümmern. Renate hat den Erlös aus ihrem verkauften Haus in die Pflege ihrer eigenen Mutter gesteckt – sie übernimmt Verantwortung, auch da, wo es persönlich wird.
Und alle drei haben Verluste hinter sich. Männer, die nicht mehr da sind. Bei einigen auch Kinder. Es ist kein leichter Lebensabschnitt, in dem sie sich befinden. Und genau deshalb haben sie sich füreinander entschieden.

DIE AUSGANGSLAGE
Vom Eigenheim ins Mietshaus
Die drei haben ein Mietshaus gefunden. Jetzt standen sie vor der Aufgabe, drei Jahrzehnte gelebtes Leben in neue, kleinere Räume zu integrieren. Möbel, die jahrelang in großen Zimmern standen, mussten plötzlich anders funktionieren. Erinnerungsstücke, an denen Geschichten hängen, brauchten einen neuen Platz.
Was viele als Rückschritt sehen würden – kleiner wohnen, kein Eigentum mehr – hat auch etwas Befreiendes. Der Vermieter kümmert sich um Reparaturen. Die Verantwortung für das Haus liegt nicht mehr bei ihnen. Das muss man erst einmal sacken lassen. Und dann kann man anfangen, sich darüber zu freuen.

DIE ARBEIT VON ORIGINELLY
Nicht Möbel rücken – Perspektiven verschieben
Nellys Aufgabe war keine klassische Einrichtungsberatung. Es war etwas Feineres. Sie hat mit dem gearbeitet, was da ist: den Möbeln, den Wertsachen, den Geschichten dahinter. Und sie hat geholfen, all das in einen neuen Zusammenhang zu bringen.
Bestandsmöbel wurden neu angeordnet und auf die kleineren Räume abgestimmt. Persönliche Gegenstände und Erinnerungsstücke wurden behutsam einbezogen – zuhören kam immer vor dem Vorschlagen. Und ein Farbkonzept entstand, das die drei Frauen sich selbst nie zugetraut hätten: kräftiger, fröhlicher, mutiger als erwartet.
GEMEINSCHAFTLICHER WOHNRAUM

Wohnraum OG – Vorher

Wohnraum OG – Nachher

KI-Designentwurf · Gemeinschaftsraum OG · Dachschräge als Gestaltungselement
DAS ERGEBNIS
Aus Unsicherheit wurde Vorfreude
Aus der Angst vor dem Kleinsein wurde das Erkennen von Vorteilen. Kleinere Räume sind leichter zu wärmen, einfacher sauber zu halten, gemütlicher einzurichten. Und wenn man sie mit den richtigen Farben und dem richtigen Licht ausstattet, fühlen sie sich nicht wie Verlust an – sondern wie ein Neuanfang.
Das ist die eigentliche Leistung von Interior ReDesign: nicht Möbel rücken, sondern Blickwinkel ändern. Den Blick von dem, was fehlt, auf das lenken, was möglich ist.

„Es fühlt sich jetzt noch schöner an, da wir Nelly von ORIGINELLY engagiert haben, die ganz sensibel mit unseren Geschichten und Wertsachen umgeht und für jede Frage eine Antwort hatte, die uns beruhigt. Ihre Einrichtungsbeispiele sind so schön und die Farben hätten wir uns nie zugetraut – aber nun wird unser nächster Lebensabschnitt in einer Damen-WG bunt und positiv.“
— Hannelore, Renate & Brigitte


